Veranstaltungen der Kunstwissenschaft im Sommersemester 2019

Achtung: Räume und Termine können sich ändern! Schauen Sie bitte immer auch ins Vorlesungsverzeichnis ZEuS.

Kunstwissenschaftliche Lehrveranstaltungen zum Download als pdf.

für alle Seminare außer der Einführung und den Schlüsselqualifikationskurs gilt die folgende Anmeldeprozedur (außer es ist ausdrücklich eine andere Prozedur angegeben):

Obligatorische Anmeldung mit Semesterzahl und Wunschmodul bei Sandra.Hindriks@uni-konstanz.de

1. Anmeldungsslot: vom 22.07. – 4.8.2019

2. Anmeldungsslot vom 16.09. – 06.10.2019

Nach dem ersten Anmeldeslot erfolgt eine Zusage oder Absage. Die TeilnehmerInnen werden nicht nach der Reihenfolge des Eingangs der Anmeldung ausgesucht. Die einzelnen Mails werden nicht bestätigt. Bei einer Absage können Sie sich im 2. Slot für ein anderes Seminar anmelden. Bitte melden Sie sich nur für Seminare an, an denen Sie auch teilnehmen möchten. Eine geringe Anzahl von Plätzen wird für neue MA-StudentInnen und Erasmus-StudentInnen freigehalten.

Vorlesungen

Einführung in die Kunstwissenschaft I

Prof. Dr. Steffen Bogen, PD. Dr. Robert Felfe; Dr. Sandra Hindriks, Prof. Dr. Jürgen Stöhr

Termine: wöchentlich, Dienstag, 15.15 – 16.45 Uhr, A 701

Kommentar: Die Veranstaltung richtet sich an Studienanfänger*innen im Studiengang Literatur – Kunst – Medien. Sie bietet einen Überblick über kunstwissenschaftliche Methoden von der Stilanalyse und Ikonographie über Ikonik und Rezeptionsästhetik bis zu Gender Studies und Global Art History. Auch aktuelle Brückenschläge zwischen Kunstwissenschaft und Restaurierungspraxis werden Thema sein. Die Ansätze werden in Schlüsseltexten gelesen, kritisch referiert und auf unterschiedliche Beispiele angewendet. Mit der Einführung in die historische Entwicklung von Fragestellungen und Erkenntnisinteressen entsteht ein Überblick über Artefakte, die unter diesen Prämissen zum Gegenstand der Neugier und Analyse werden. Im Zentrum stehen Gegenstände, die im weitesten Sinn als Bilder klassifiziert werden können. Mit den Methoden der Bildanalyse werden auch Anschlüsse an literatur- und medienwissenschaftliche Theorieelemente und allgemein kulturwissenschaftliche Fragestellungen deutlich. Die Teilnahme am ergänzenden Tutorium und die Anfertigung einer schriftlichen Hausarbeit zu einem gemeinsamen Museumsbesuch ist für Erstsemester obligatorisch.

Begleitende Tutorien (I-IV) zur Vorlesung „Einführung in die Kunstwissenschaft I“

Termine: wöchentlich

Tutorium I (n.n.): Do 13.30-15.00 Uhr, G 421
Tutorium II (n.n.): Mi 17.00-18.30 Uhr, H 306
Tutorium III (n.n.): Mi. 18.45-20.15 Uhr, H 306
Tutorium IV (bei Anna Postler): Do. 8.15-9.45 Uhr, H 306

Proseminare

Buchmalerei der Reichenau

Prof. Dr. Steffen Bogen

Termine: wöchentlich, Montag, 15.15 – 16.45 Uhr, H 304

Kommentar: Das Pro- und Hauptseminar bietet eine Einführung in die mittelalterliche Buchmalerei am Beispiel einer Handschriftengruppe, die stilgeschichtlich mit dem berühmten Zyklus der Wunderbilder in Oberzell und mit dem Skriptorium der Klosterinsel verbunden wurde. Im Zentrum der Diskussion sollen jedoch nicht stilgeschichtlich geführte Debatten der Lokalisierung und Datierung stehen, sondern Fragen nach dem systematischen Ort dieser Bilderhandschriften im sakralen und politischen Kontext der Zeit. Hauptbeispiele werden in den Seminarsitzungen gemeinsam betrachtet. Studienleistung und Teil der Prüfungsleistung ist es, die Ergebnisse der Diskussion auf Ilias in einem WIKI zusammenzufassen. Zusammen mit einem Glossar zu grundlegenden Begriffen erarbeiten wir so einen Überblick über das Thema, mit dem die eigenen Fähigkeiten im wissenschaftlichen Schreiben geübt und verbessert werden sollen.

Schatzsuche im Museum: Design eines Augmented Reality Games

Prof. Dr. Steffen Bogen

Termine: wöchentlich; Freitag, 10.00 – 11.30 Uhr, G 308

Kommentar: Wie können mit Hilfe digitaler Medien neue Zugänge zu Museen und ihren Schätzen gelegt werden? Wie können sie durch neue Ideen für ein neues, junges Publikum geöffnet werden, das mit den Artefakten eigene Geschichten zu verbinden lernt? Dieser Aufgabe stellt sich das praxisnahe Seminar-Projekt, das ein augmented reality Suchspiel vorschlägt, das an verschiedene museale Kontexte angepasst werden kann. Ziel ist es, ein Bewusstsein für die Schwierigkeiten und Chancen dieser neuen Form von Kunstvermittlung zu entwickeln und sie mit eigenen Ideen kreativ auszugestalten. Grundlagen des Spielkonzepts wurden im Sommersemester 2019 in einem ersten Projektseminar dieser Art in Kooperation mit dem Kunstmuseum in St. Gallen erarbeitet. Die Veranstaltung im Wintersemester dient der Fortsetzung und Erweiterung dieser Arbeit. Ein Besuch des vorhergehenden Seminars ist keine Voraussetzung für die Teilnahme.

Einführung in die Bildbeschreibung

PD. Dr. Robert Felfe

Termine: 14-tägig (Blocktermine in nahegelegenen Kunstsammlungen. z B. in Konstanz, Winterthur, Zürich), Mittwoch: 15.15 – 18.30 Uhr (ggf. bereits früherer Beginn bzw. frühere Anfahrt zu den oben genannten Sammlungsorten), Raum und Termin der ersten Sitzung werden noch bekannt gegeben

Kommentar: Ziel des Proseminars ist es, die Studierenden mit der methodischen Betrachtung von Werken der Malerei und Skulptur sowie den dafür erforderlichen Begrifflichkeiten vertraut zu machen. Dabei werden gezielt verschiedene Optionen und Perspektiven der beschreibenden Annäherung geübt werden. Letztere sind grundlegende Instrumente, mit denen ästhetische Erfahrungen visueller Kunst zunächst überhaupt durch Sprache erschlossen werden. Zugleich aber ist die Beschreibung von Kunstwerken, künstlerischen Arbeitsprozessen wie auch Zusammenhängen der Rezeption bereits ein komplexer Vorgang, in dem Beobachtungen systematisch reflektiert und mitgeteilt werden. Das Beschreiben von Bildern und den Erfahrungen, die wir mit ihnen machen, ist daher zugleich Ausgangspunkt, Impuls und unverzichtbarer Prüfstand für kunsthistorische Fragen, Analysen und Thesenbildung.

Um die Einführung in Begriffe möglichst direkt mit der Betrachtung von Kunstwerken zu verbinden, wird ein Teil der Seminartreffen in Sammlungen und Museen vor den Originalen stattfinden. Vorgesehen sind Besuche zum Beispiel in Winterthur und Zürich.

Eine genaue Übersicht wird dem detaillierten Seminarplan zu entnehmen sein, der in der ersten Sitzung verteilt wird.

Thematisiertes Sehen in der Kunst des Mittelalters und der Frühen Neuzeit

Dr. Sandra Hindriks

Termine: wöchentlich; Mittwoch, 10.00 – 11.30 Uhr, H 307

Kommentar: In besonderer Weise abhängig von der visuellen Wahrnehmung hat die Bildende Kunst das Sehen selbst regelmäßig zu ihrem Thema gemacht. Das an Bachelorstudierende gerichtete und als Einführung konzipierte Proseminar möchte eine erste Einführung in diese Thematik (in zeitlicher Beschränkung auf das Mittelalter und die Frühe Neuzeit) geben, indem es den verschiedenen, im Wandel der Zeit sich verändernden Theorien des Sehens und ihrer Ver- und Behandlung in der Kunst, allem voran in der Malerei nachspürt. Anhand exemplarischer Werkanalysen sollen unterschiedliche Aspekte und Motive thematisierten Sehens in den einzelnen Sitzungen näher in den Fokus genommen werden, u.a. der äußere und innere Blick, Visionsdarstellungen, Thematisierungen von Blindheit, Allegorien des Sehsinns, Perspektive, Fenster- und Spiegelmotiv, Trompe-l’oeil, etc.

Gemäldekunde: Kunsttechnik, Alterungserscheinungen, Restaurierungen

Dr. Tilly Laaser

Termine: wöchentlich; Dienstag, 10.00 – 11.30 Uhr, H 307

Kommentar: Bildwerke werden nicht mehr nur als Träger einer inhaltlichen oder optischen Botschaft verstanden, sondern zunehmend auch als materielle Objekte, deren nähere Betrachtung neue Blickwinkel auf die Entstehung und die Bedeutung der Kunstwerke öffnet. Viele kunstwissenschaftliche Fragen leben von kunsthistorischen Elementen ebenso wie von kunsttechnologischen.

Ziel dieser Lehrveranstaltung ist es, Studierende in die Betrachtung der Kunsttechnik einzuführen, in die verwendeten Materialien, mögliche Alterungserscheinungen und das Erkennen möglicher (Alt-)Restaurierungen sowie die mit diesen Aspekten verbundene Bedeutung für die Bildwirkung.

Spektakuläre Kunst. Monumentale Historien und phantastische Reisen in Malerei und Film

Dr. Bruno Grimm

Termine: Blocktermine (Freitag 25.10.19 11:45 – 13:15 Uhr Vorbesprechung: Raum H 309 und 08.11.19; 22.11.19; jeweils 11:45 – 18:30 Uhr / Samstag, 09.11.19; 23.11.19 und 07.12.19 jeweils 10 – 16:45 Uhr); G 306

Kommentar: Mit den industriellen und gesellschaftlichen Wandlungen des 19. Jh. ging die Veränderung der Kunst und Bildwelten Hand in Hand. Neue Käuferschichten wurden erschlossen, das Zielpublikum mehr und mehr ausdifferenziert. In diesem Seminar soll unter anderem genauer untersucht werden, wie sich ein Buchillustrator und Maler wie Gustave Doré innerhalb dieses Bezugsrahmens verorten lässt. Ausladende Historiengemälde eines Paul Delaroche werden in aufwendigen, kleinformatigen Kunstdrucken für eine hochgestellte Käuferschaft reproduziert. Der Maler von Seestücken Hendrik Willem Mesdag fertig mit 120m Durchmesser sein 'Panorama' der Dünen von Scheveningen an. Jean-Léon Gérôme's "Pollice Verso" wird wie andere Gemälde für frühe Filme rezipiert, Reisen zum Mond werden in Méliès' Filmen wieder aufgegriffen.

Rekonstruktion von Architektur

Larissa Weiler M. A.

Termine: Blockveranstaltung Montag, 04.11.19; 09.12.19; 13.01.20, 03.02.20 jeweils 15.15 – 18.30 Uhr / Dienstag, 05.11.19; 10.12.19; 14.01.20; 04.02.20 jeweils 08.15 – 9.45 Uhr, Räume: Montag: C 426, Dienstag: H 308 Ausnahme: Dienstag, 14.01.19 P 601

Kommentar: Dieses Proseminar widmet sich dem Thema der Rekonstruktion in der Architektur, mit einem Fokus auf das 20. Jahrhundert und das aktuelle Geschehen. Jüngste Beispiele wie der Brand der Pariser Notre Dame und die Reaktion der Öffentlichkeit darauf, oder die Zerstörung von Kulturgütern in Syrien als Terrorakt machen anschaulich wie eng Identität und Gedächtnis mit solchen Bauwerken verknüpft sind. Der Wunsch nach Rekonstruktion, der in Deutschland seit der Nachkriegszeit heftig diskutiert wird, ist dabei ein immerwährendes Thema der Architekturgeschichte und -theorie. Zahlreiche Beispiele in Deutschland zeigen, dass sich Rekonstruktionen historischer, jedoch bereits verlorener Gebäude in der breiten Bevölkerung einer hohen Beliebtheit erfreuen. Nicht selten sind solche Bauprojekte politisch motiviert. Das Seminar wird sich mit der Geschichte des Themas Rekonstruktion beschäftigen um sich dann schwerpunktmäßig den wissenschaftlichen und öffentlichen Diskursen und Fallbeispielen des 20. und 21. Jahrhunderts zu widmen. Welche Impulse und Motivationen stehen hinter dem Wunsch nicht mehr existierende Bauwerke und -denkmale neu zu errichten? Welche Rolle kommt der Kunstgeschichte und -wissenschaft in diesem Kontext zu? Mit welchen Argumenten wurde und wird dieser Ansatz vertreten oder abgelehnt? Welche Auswirkungen haben Rekonstruktionen auf unser Geschichtsverständnis? Diese und weitere Fragen gilt es zu diskutieren.

Schuld und Schulden. Die Grafen von Montfort und das liebe Geld. Ausstellungsprojekt mit dem Museum Tettnang.

Dr. Albert Kümmel-Schnur

Termine: wöchentlich, Montag, 10.00 – 11.30 Uhr, H 307

Kommentar: Wer nach Tettnang fährt, sieht es sofort: das Schloss der Grafen Montfort. Bestens renoviert mit hochwertiger Ausstellung und schönem Park drumherum. Mehrere Jahrhunderte regierte die Grafenfamilie von hier aus die umliegende Gegend. Diese Gegend war jedoch, leider Gottes, zu klein: die Grafen waren reichsunmittelbar. Das bedeutet: sie mussten direkt an den Kaiser Steuern zahlen und zwar nicht zu knapp. Diese Mittel flossen in der kleinen Grafschaft einfach nicht in ausreichendem Maße in die Kassen. In ihrer Not kamen die Grafen auf eine Idee, die sie für gut hielten: Geld, das man nicht hat, kann man doch einfach herstellen! Die Montforter hatten das Münzrecht und nutzten es weidlich zu inflationären Produktion von Zahlungsmitteln – sie panschten das Silber, aus dem die Münzen gemacht wurden, sie stellten einfach sehr große Mengen her, fälschten unter Umständen auch (in Langenargen, das zur Grafschaft gehörte, wurde zum Beispiel mal der Konstanzer Pfennig gefälscht). Man braucht keine Ökonomieprofessur, um sich vorzustellen, dass das nicht lange gut gehen konnte. Das Geld kam zunehmend in Verruf und wurde in bestimmten Gegenden gar nicht mehr als Zahlungsmittel akzeptiert. Diese Gegenden kehrten zur Tauschwirtschaft zurück und zwar gegen Ende des siebzehnten Jahrhunderts!

Diese Geschichte wollen wir im Seminar gemeinsam erforschen und mit den Objekten des Tettnanger Museums vor Ort ausstellen, zu denen nicht nur die inkriminierten Münzen, sondern auch ein Inflationsschrank der Bäckerinnung von 1925 sowie das Sparbuch des letzten Montforter Grafen von 1975 zählen. Unsere Ausstellung wird Teil der Neugestaltung der Dauerausstellung des Tettnanger Museums sein, darf also auf eine gewisse Nachhaltigkeit hoffen.

Das Seminar ist zweisemestrig angelegt. Wünschenswert ist die Teilnahme an beiden Seminaren – diesem, das Geschichten und Objekte erarbeitet und dem zweiten, das im kommenden Semester die Ausstellung selbst erarbeiten wird. Eröffnung ist dann im Oktober 2020.

Besonderheit des Projektes ist, dass es in direktem Austausch mit den Bürger*innen von Tettnang entwickelt wird (co-creation) und einem bestimmten methodischen Prozess unterliegt (design thinking).

Hauptseminare

Buchmalerei der Reichenau

Prof. Dr. Steffen Bogen

Termine: wöchentlich, Montag, 15.15 – 16.45 Uhr, H 304

Kommentar: Das Pro- und Hauptseminar bietet eine Einführung in die mittelalterliche Buchmalerei am Beispiel einer Handschriftengruppe, die stilgeschichtlich mit dem berühmten Zyklus der Wunderbilder in Oberzell und mit dem Skriptorium der Klosterinsel verbunden wurde. Im Zentrum der Diskussion sollen jedoch nicht stilgeschichtlich geführte Debatten der Lokalisierung und Datierung stehen, sondern Fragen nach dem systematischen Ort dieser Bilderhandschriften im sakralen und politischen Kontext der Zeit. Hauptbeispiele werden in den Seminarsitzungen gemeinsam betrachtet. Studienleistung und Teil der Prüfungsleistung ist es, die Ergebnisse der Diskussion auf Ilias in einem WIKI zusammenzufassen. Zusammen mit einem Glossar zu grundlegenden Begriffen erarbeiten wir so einen Überblick über das Thema, mit dem die eigenen Fähigkeiten im wissenschaftlichen Schreiben geübt und verbessert werden sollen.

Schatzsuche im Museum: Design eines Augmented Reality Games

Prof. Dr. Steffen Bogen

Termine: wöchentlich; Freitag, 10.00 – 11.30 Uhr, G 308

Kommentar: Wie können mit Hilfe digitaler Medien neue Zugänge zu Museen und ihren Schätzen gelegt werden? Wie können sie durch neue Ideen für ein neues, junges Publikum geöffnet werden, das mit den Artefakten eigene Geschichten zu verbinden lernt? Dieser Aufgabe stellt sich das praxisnahe Seminar-Projekt, das ein augmented reality Suchspiel vorschlägt, das an verschiedene museale Kontexte angepasst werden kann. Ziel ist es, ein Bewusstsein für die Schwierigkeiten und Chancen dieser neuen Form von Kunstvermittlung zu entwickeln und sie mit eigenen Ideen kreativ auszugestalten. Grundlagen des Spielkonzepts wurden im Sommersemester 2019 in einem ersten Projektseminar dieser Art in Kooperation mit dem Kunstmuseum in St. Gallen erarbeitet. Die Veranstaltung im Wintersemester dient der Fortsetzung und Erweiterung dieser Arbeit. Ein Besuch des vorhergehenden Seminars ist keine Voraussetzung für die Teilnahme.

Die Entdeckung des Hochgebirges in Kunst und Ästhetik

PD. Dr. Robert Felfe

Termine: wöchentlich; Donnerstag, 13.30 – 15.00 Uhr, H 304

Kommentar: Das Hochgebirge und insbesondere die Alpen spielen in mehrfacher Hinsicht eine besondere Rolle in der Kunst- und Kulturgeschichte Europas. Rein geografisch waren letztere lange Zeit sowohl eine "Barriere" zwischen Nord und Süd, wie auch ein Raum vielfältiger Austausch- und Transferbeziehungen. Über Jahrhunderte war es dabei im Rahmen transalpiner Beziehungen in erster Linie eine mit Mühe und Gefahren verbundene Notwendigkeit, das Gebirge zu durchqueren, ohne dass die Gebirgslandschaft dabei auch in nennenswertem Maße zum Gegenstand bewusster, ästhetischer Erfahrung und zum Motiv der bildenden Kunst wurde. Dies änderte sich vorsichtig seit der frühen Neuzeit, bis dann vor allem im 18. Jahrhundert eine wahre Alpenbegeisterung um sich greifen sollte.

Das Seminar wird sich besonders signifikanten Momenten dieser tiefgreifenden Umdeutung und Aufwertung des Hochgebirges widmen. Im Zentrum steht dabei die Entdeckung alpiner Landschaft als Thema der bildenden Kunst: Schwerpunkte sind hier Ikonografien des Gebirges in Zeichnung, Malerei und Druckgrafik seit dem 16. Jahrhundert und die durchgreifende künstlerische Erschließung der ehemals "schrecklichen Berge" durch die Landschaftsmalerei des 18. Jahrhunderts. Da sich der skizzierte Wandel nicht als ein isoliertes Phänomen der bildenden Kunst verstehen lässt, werden zudem prägnante Beiträge und Debatten der Ästhetik, der Literatur und einzelner Naturwissenschaften einzubeziehen sein. Das Seminar wird so verschiedene Facetten einer der relativ spät erschlossenen Landschaften mitten in Europa verfolgen und das Hochgebirge dabei sowohl als reale Region von Transferbewegungen, wie auch als Sujet und Thema eines intensiven Austauschs zwischen Künsten und Wissenschaft diskutieren

Literaturempfehlungen zum Seminar werden zu Semesterbeginn bereitgestellt.

Automatismen und „geteilte Autorschaft“

PD. Dr. Robert Felfe

Termine: wöchentlich; Donnerstag, 10:00 – 11.30 Uhr, H 306

Kommentar: In der Autorschaft von Künstlerinnen und Künstlern über ihre Werke manifestiert sich für gewöhnlich nicht nur die personale Seite von deren Gemacht-Sein als Faktum. Vielmehr haben sich maßgeblich an dieser Kategorie seit der Frühen Neuzeit auch grundsätzliche Bestimmungen von Kunst und künstlerischer Arbeit sowie die Geschichte der bildenden Künste konstituiert. – Und doch ist diese starke Position individuell-menschlicher Urheberschaft, auch in der Vormoderne, keineswegs absolut. Vor diesem Hintergrund ist das Hauptseminar als eine Spurensuche geplant, in der unter dem Schlagwort von „Automatismen“ solche Bildpraktiken und -konzepte diskutiert werden, die dezidiert Alternativen zur allein menschlichen Autorschaft implizieren.

Hierzu zählen einerseits Kunstwerke, die als Automaten – im Sinne selbst-bewegter, scheinbar handelnder und somit quasi-lebendiger Bildwerke galten. Hinzu kommen vielfältige Phänomene “nicht von Menschenhand gemachter Bilder“. Sie waren nicht nur Prototypen christlicher Kultbilder, sondern weit darüber hinaus gerade seit der frühen Neuzeit ein breites Feld des Experimentierens mit- und der Spekulation über verschiedenste Bildprozesse zwischen Kunst und Natur. Es werden ferner frühe Beispiele von „Lichtbildnerei“ einzubeziehen sein wie auch poetologische Konzepte der Moderne, wie etwa die „écriture automatique“ der Surrealisten oder die Arbeit mit dem Zufall als Prinzip ästhetischer Produktion. – Bei allen historischen und kunsttheoretischen Differenzen zwischen den einzelnen Beispielen im Seminarverlauf wird eine der übergreifenden und leitenden Fragen sein: Auf welche Weise wurde in verschiedenen historischen Kontexten das Moment der Autorschaft an Kunstwerken geteilt und über das intentionale Handeln menschlicher Subjekte hinaus gewissermaßen gestreut? Und was war/ist es dann jeweils, was zum co-produktiven Moment beim Zustandekommen von Kunst wurde und wird?

Literaturempfehlungen zum Seminar werden zu Semesterbeginn bereitgestellt

Theorien der Druckgraphik (15.-18.Jh.) – ein Lektürekreis

PD. Dr. Robert Felfe

Termine: wöchentlich, Mittwoch, 10.00 – 11.30 Uhr, G 421

Kommentar: Das an Masterstudierende gerichtete Hauptseminar gilt der Druckgrafik des 15. bis 19. Jahrhunderts speziell als kunst- und medientheoretischem Problem. Es stützt sich in erster Linie auf ausgewählte Texte, deren Lektüre absolute Voraussetzung ist und die gemeinsam erarbeitet werden. Im Zentrum stehen dabei Studien und Ansätze, die seit den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts erschienen sind und die mit jeweils eigener Gewichtung zwei verschiedene Perspektiven verbinden: Zum einen rekonstruieren sie bestimmte Aspekte der theoretischen Reflektion von Druckgrafik in deren jeweiligem historischen Umfeld seit der frühen Neuzeit. So wird es im Seminar z.B. um die Fragen gehen: Welche Rolle spielte etwa die Autorschaft druckgrafischer Bilder im 16. Jahrhundert? Was wissen wir über die spezifische Wertschätzung ihrer ästhetischen Qualitäten? – oder: Inwiefern galten Drucke eigentlich als eigenständige Kunstwerke? Und als was wurden sie sonst verstanden? Zum anderen wird es um theoretische Überlegungen zur Druckgrafik gehen, die über die Rekonstruktion historischer Konzepte hinausgehen. Gemeint sind hiermit eher systematische Überlegungen, die zwangsläufig erst aus einer historischen Makro-Perspektive angestellt werden können – wenn auch selbstverständlich auf der Grundlage historischer Studien. Fragen, denen dabei nachzugehen sein wird, sind z.B.: Was ist die kulturgeschichtliche Dimension von Druckgrafik als „exactly repeatable pictorial statement“ (William M. Ivins, 1953)? Was impliziert die so geläufige Rede von Druckgrafik als „reproduzierendem Medium“? Und inwiefern ist es nötig, diesen Status zu differenzieren? - oder: Welche Rolle spielte die Druckgrafik, bei der Etablierung des „Unvollendeten“ als eine ästhetische Qualität und möglicher Zugang zur Eigendynamik künstlerischer Prozesse?

Die dem Seminar zugrunde gelegten Texte stehen ab September zur vorbereitenden Lektüre als pdf-Dateien auf ILIAS bereit.

Kunst(geschichte) und Gender

Dr. Sandra Hindriks

Termine: wöchentlich; Dienstag, 11.45 – 13.15 Uhr, G 421
Kommentar: Seit den 1970er Jahren ist die Bedeutung der Kategorie Geschlecht/Gender immer stärker in den Fokus der kunstwissenschaftlichen Forschung gerückt. Das an Bachelor- und Masterstudierende gerichtete Hauptseminar möchte eine Einführung in bzw. einen Überblick über die von der kunstwissenschaftlichen Gender-Forschung neu erschlossenen wichtigen Fragestellungen bieten. So sollen verschiedene Themenfelder und Aspekte kritisch diskutiert werden, u.a. der Ausschluss bzw. die Marginalisierung weiblicher künstlerischer Kreativität innerhalb der kunsthistorischen Kanonbildung, Mythen von künstlerischer Autor- bzw. Autorinnenschaft, visuelle Geschlechterstereotypisierungen im Bild bzw. Geschlechterdifferenz als strukturierende Kategorie kultureller Produktion, Körperdiskurse, Blickregime und die daran anknüpfenden bzw. dadurch generierten Machtstrukturen. Das Seminar wird diese Themenfelder vorrangig in historischer Perspektive, d. h. in Auseinandersetzung mit exemplarischen Werken und der Kunsttheorie und -praxis der Frühen Neuzeit beleuchten; jedoch soll der Blick auf die Moderne und Gegenwart dabei keinesfalls völlig ausgespart bleiben.

Neue Formate der Kunstvermittlung – ein Kooperationsprojekt im und mit dem Kunsthaus Bregenz (KUB)

Prof. Dr. Jürgen Stöhr

Termine: wöchentlich; Mittwoch, 11.45 – 13.15 Uhr, H 305

Kommentar: Die Arbeitsfelder Kunstvermittlung und Museumspädagogik bieten ein breites Spektrum an beruflichen Orientierungen. Im Zuge von medialen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen wandeln sich auch die Anforderungen, wie ganze Kunstausstellungen oder auch Einzelwerke einer breiten Öffentlichkeit oder unterschiedlichen Besucherzielgruppen passgenau vermittelt werden können. Im Mittelpunkt dieses Projektseminars steht die Ausstellung der jungen Künstlerin Raphaela Vogel im Kunsthaus Bregenz. Raphaela Vogels Arbeiten verbinden Skulptur, Video, Raum und Readymade. »Es entwickeln sich kraftvolle und energische Räume, die Fragen zur menschlichen, im Besonderen weiblichen, Subjektivität schärfen«. (KUB)

Begleitend zu dieser Ausstellung sollen nun neue Konzepte und Formate der Kunstvermittlung an der Uni Konstanz und in Bregenz entwickelt und schließlich öffentlich vor Ort unter realen Bedingungen erprobt und präsentiert werden. Dabei begleiten uns Frau Mag. Mareile Halbritter und Kirsten Helfrich M.A., die Leiterin der Kunstvermittlung vom KUB, konzeptionell und inhaltlich.

ACHTUNG! Das Seminar beginnt mit einer Tagesexkursion zum KUB und der Teilnahme am Künstlergespräch mit Raphaela Vogel. Anschließend treffen wir die Kunstvermittlung des Kunsthaus Bregenz. Datum der Tagesexkursion ist Samstag, 19.10. / 10.30-18.00 Uhr, ein Tag nach Ausstellungseröffnung.

Weitere Aufenthalte in den Ausstellungsräumen sind schon organisiert. Parallel zu der praktischen Entwicklungsarbeit werden im Seminar unterschiedliche methodische Herangehensweisen an das Thema »Kunstvermittlung« erarbeitet und vor dem Hintergrund aktueller kunstwissenschaftlicher Perspektiven diskutiert.

Die Teilnehmerzahl ist auf 16 begrenzt.

Nur wer schon am 19. Oktober an der Tagesexkursion nach Bregenz sicher dabei ist, kann an diesem Seminar teilnehmen.

Projektseminar: Ausstellung Plattencover

Prof. Dr. Bernd Stiegler, Prof. Dr. Jürgen Stöhr

Termine: wöchentlich; Montag, 15.15 – 16.45 Uhr, G 421

Kommentar: Schallplattenhüllen sind, wie jeder weiß, keine reinen Schutzverpackungen für empfindliche Vinyl-Tonträger. Und Plattencover sind auch viel mehr als bloß dekoratives Gebrauchsdesign. Sie sind hoch kommunikative Oberflächen, die teils schon legendär geworden sind, wie im Falle von Pink Floyd, Led Zeppelin, AC/DC oder Genesis und vielen anderen mehr. Plattencover wurden so unterschwellig zu einer eigenen Kunstform. Teils wurden sie von berühmten Künstlern wie Andy Warhol selbst gestaltet, teils entwickelten die Bands, die Design-Studios, die Musik-Label und die Independent Verlage ihre ganz eigenen, oft wiedererkennbaren Ästhetiken. Aber was hat es tatsächlich mit diesen Covern auf sich? Wie sind sie zu verstehen und aus welchen Kontexten gingen sie hervor? Was macht sie bedeutend? Wie können sie kunst- und medienwissenschaftlich analysiert werden?

Das Seminar geht diesen Fragen nach, sucht nach den besten Cover-Motiven und den Stories dahinter. Dabei soll eine Auswahl der interessantesten Plattencover mit einem besonderen Ziel zusammengestellt werden: die gemeinsame Vorbereitung und Konzeption einer Plattencover-Ausstellung, die vom 14.5.-19.7 2020 im Turm zur Katz der Stadt Konstanz zu sehen sein wird.

Voraussetzung zur Teilnahme ist - neben der Übernahme bestimmter Aufgaben bei der Ausstellungsvorbereitung - die Bereitschaft, Anfang Mai 2020 die Ausstellung im Bildungsturm mit den Veranstaltern gemeinsam einzurichten, zu hängen und zu gestalten.

Das Seminar ist beschränkt auf 40 Studierende.

„100 Spectres“ – Ein künstlerisch-interdisziplinäres Ausstellungsprojekt mit Wasser

Dr. Tanja Klemm, Sarah Bildstein

Termine: 14-tägig; Freitag, 11:45 – 15:00 Uhr, H 307

Kommentar: Für ihr aktuelles Ausstellungsprojekt transformiert die Künstlerin Sarah Bildstein 100 Wasserproben aus aller Welt mit Hilfe des chromatographischen Verfahrens zu geronnenen und gleichzeitig fluiden bildlichen Figurationen – zu „100 Spectres“, wie Bildstein sie nennt: zu „schemenhaften Gestalten“ oder „Geistern“.

Globale Ökologie und Naturwissenschaft verklammern sich in dem konzeptuellen Ausstellungsprojekt: Die Proben lässt sich die Künstlerin gleich Boten per Post aus drei Weltregionen zusenden – ein Teil stammt aus wasserknappen Gebieten, ein anderer aus Industrieregionen mit relativ hohem Co2-Ausstoß und der dritte von Inseln, die durch den weltweit ansteigenden Meeresspiegel zu versinken drohen. Die Naturwissenschaft schleust sich in Form der Chromatographie in das Kunstprojekt. Es handelt sich hierbei um ein fundamentales Verfahren der Chemie, das Stoffgemische in seine Bestandteile zerlegt. Wahrnehmbar werden diese Bestandteile durch Färbung. Der griechische Begriff (chroma = Farbe; graphein = schreiben, zeichnen, aufzeichnen) bringt dieses ‚graphische Verfahren‘ auf den Punkt. 

Das Seminar ist zweisemestrig angelegt, ein Neueinstieg im Wintersemester ist allerdings ohne weiteres möglich. Es richtet sich an Bachelor- und MasterstudentInnen aller Semester und flankiert das Ausstellungsprojekt der Künstlerin im Gewölbekeller im Kulturzentrum am Münster, Konstanz (Ausstellungsdauer: 19.12.2019–16.02.2020). Das Seminar zielt darauf, das theoretische und inhaltliche Wissen der TeilnehmerInnen um praktische Kompetenzen zu erweitern, d.h. den Entstehungsprozess einer Ausstellung aktiv mitzugestalten. Dazu gehören der Erwerb von kuratorischem Know-How, die Mitarbeit bei den Publikationsvorbereitungen ebenso wie Kommunikations-, Recherche- und Vermittlungsarbeiten. Alle erfolgreichen TeilnehmerInnen des Seminars erhalten am Ende ein Zertifikat mit den Leistungen. 

Im Sommersemester haben wir uns dem Element Wasser aus künstlerischen, kulturhistorischen und naturwissenschaftlichen Perspektiven genähert, uns theoretisch mit Fragen zur kuratorischen Praxis und zur Vermittlung auseinandergesetzt sowie Metaphernkonzepte diskutiert, die in der Ausstellung zum Tragen kommen.

Das Wintersemester steht ganz im Zeichen der nahenden Ausstellungseröffnung und ist damit stärker praxisorientiert: Wir arbeiten an der konkreten Ausstellungsumsetzung, d.h. wir widmen uns in Text und Bild der Öffentlichkeits- und Dokumentationsarbeit, kümmern uns um Sponsoring, entwerfen didaktische Vermittlungsformate und setzen sie im Laufe der Ausstellung in die Tat um.

Eine Exkursion an die Zeppelin Universität Friedrichshafen, ein Schreibworkshop sowie ein Wasseranalyse-Workshop sind geplant.

Schuld und Schulden. Die Grafen von Montfort und das liebe Geld. Ausstellungsprojekt mit dem Museum Tettnang.

Dr. Albert Kümmel-Schnur

Termine: wöchentlich, Montag, 10.00 – 11.30 Uhr, H 307

Kommentar: Wer nach Tettnang fährt, sieht es sofort: das Schloss der Grafen Montfort. Bestens renoviert mit hochwertiger Ausstellung und schönem Park drumherum. Mehrere Jahrhunderte regierte die Grafenfamilie von hier aus die umliegende Gegend. Diese Gegend war jedoch, leider Gottes, zu klein: die Grafen waren reichsunmittelbar. Das bedeutet: sie mussten direkt an den Kaiser Steuern zahlen und zwar nicht zu knapp. Diese Mittel flossen in der kleinen Grafschaft einfach nicht in ausreichendem Maße in die Kassen. In ihrer Not kamen die Grafen auf eine Idee, die sie für gut hielten: Geld, das man nicht hat, kann man doch einfach herstellen! Die Montforter hatten das Münzrecht und nutzten es weidlich zu inflationären Produktion von Zahlungsmitteln – sie panschten das Silber, aus dem die Münzen gemacht wurden, sie stellten einfach sehr große Mengen her, fälschten unter Umständen auch (in Langenargen, das zur Grafschaft gehörte, wurde zum Beispiel mal der Konstanzer Pfennig gefälscht). Man braucht keine Ökonomieprofessur, um sich vorzustellen, dass das nicht lange gut gehen konnte. Das Geld kam zunehmend in Verruf und wurde in bestimmten Gegenden gar nicht mehr als Zahlungsmittel akzeptiert. Diese Gegenden kehrten zur Tauschwirtschaft zurück und zwar gegen Ende des siebzehnten Jahrhunderts!

Diese Geschichte wollen wir im Seminar gemeinsam erforschen und mit den Objekten des Tettnanger Museums vor Ort ausstellen, zu denen nicht nur die inkriminierten Münzen, sondern auch ein Inflationsschrank der Bäckerinnung von 1925 sowie das Sparbuch des letzten Montforter Grafen von 1975 zählen. Unsere Ausstellung wird Teil der Neugestaltung der Dauerausstellung des Tettnanger Museums sein, darf also auf eine gewisse Nachhaltigkeit hoffen.

Das Seminar ist zweisemestrig angelegt. Wünschenswert ist die Teilnahme an beiden Seminaren – diesem, das Geschichten und Objekte erarbeitet und dem zweiten, das im kommenden Semester die Ausstellung selbst erarbeiten wird. Eröffnung ist dann im Oktober 2020.

Besonderheit des Projektes ist, dass es in direktem Austausch mit den Bürger*innen von Tettnang entwickelt wird (co-creation) und einem bestimmten methodischen Prozess unterliegt (design thinking).

Kolloquium

Forschungskolloquium Kunstwissenschaft

Prof. Dr. Steffen Bogen, PD Dr. Robert Felfe, Prof. Dr. Jürgen Stöhr

Termine: Wöchentlich, Dienstag, 17:00 - 18:30, Raum H 304

Kommentar: Das Kolloquium dient der Diskussion von Abschlussarbeiten mit kunst- und bildwissenschaftlichem Bezug. Außerdem werden Forschungsarbeiten von Mitgliedern der Arbeitsgruppe Kunstwissenschaft und von auswärtigen Gästen diskutiert.

Nachweis: Nur für MA - LKM: Vorstellung des Exposé's der MA-Arbeit: 6 ECTS

Schlüsselqualifikationen

Ausstellungsprojekt “Frauen der Gleichstellung”

Daniela Borgogno

Termine: zunächst 14-tägig, im neuen Jahr wöchentlich, Donnerstag, 11:45 – 15:00, C 358
(Einzeltermine 2019: 24.10., 07.11., 21.11., 05.12., 19.12.,
Einzeltermine 2020: 09.01., 16.01., 23.01., 30.01., 06.02.)

Der Rahmen: Am 2. Juli 2020 feiert die Universität Konstanz 30 Jahre Gleichstellungsarbeit. Die aktiven Personen der letzten 30 Jahre – insbesondere die Gleichstellungsbeauftragten – der Universität sollen gewürdigt und die Würdigung nachhaltig in der Universität verankert werden. Dazu soll eine bleibende Ausstellung konzipiert und umgesetzt werden.

Das Seminar: Das Seminar bietet Studierenden die Möglichkeit, einen Einblick in die Konzeption und Ausführung einer Ausstellung zu gewinnen.

Im Seminar werden gemeinsam und interdisziplinär Ansätze und Ideen entwickelt zur Vorbereitung, Gestaltung und funktionalen Umsetzung der Ausstellung.

In einem Seminar im Wintersemester 2019/20 werden aus einer Recherche und der Analyse der wesentlichen Rahmenbedingungen Impulse gewonnen und Ideen für ein Gestaltungskonzept entwickelt.

In einem weiteren Seminar im Sommersemester 2020 widmen wir uns der stimmigen Ausarbeitung, Detaillierung und Umsetzung des Gestaltungskonzeptes. Die Ausstellungseröffnung findet in einem feierlichen Rahmen am 2. Juli 2020 statt.

Drucklayouts und Publikationen – Flyer, Postkarten und mehr gestalten

Birgit Rucker M. A.

Termine: Blockkurs Mo, 14.10. – Do, 17.10., jeweils 10-12 Uhr und 13-16 Uhr, G 310

Kommentar: Neben Office-Kenntnissen werden bei vielen Praktika und Festanstellungen in kulturellen Einrichtungen auch Grundkenntnisse in der Layouterstellung verlangt. In der Praxis wird hierfür häufig InDesign von Adobe eingesetzt. Es ermöglicht das Erstellen verschiedenster Publikationen bis hin zur Druckreife.

Gearbeitet wird im Kurs mit Scribus, einer kostenlosen Alternative zu InDesign. Diese Software ist für Windows und Mac verfügbar und ein Umstieg von Scribus auf InDesign ist leicht möglich.

Inhalt des Kurses ist die praktische Umsetzung von bestehenden Layouts, um die Funktionsweisen der Software kennenzulernen. Gestalterische Prinzipien hingegen werden nur am Rand behandelt.