Literaturwissenschaft mit Kunst- und Medienwissenschaft

Der Fachbereich Literaturwissenschaft verdankt sich einer weitreichenden Strukturentscheidung, die schon bei der Gründung der Universität Konstanz 1966 getroffen wurde. Sie sah eine institutionelle Zweiteilung der traditionellen philologischen Seminare und ihre institutionelle Neugliederung unter dem Vorzeichen einer allgemeinen Literaturwissenschaft und allgemeinen Sprachwissenschaft vor. Für den Fachbereich Literaturwissenschaft bedeutete dies insbesondere, dass das traditionelle Studium der Literaturen unter ausschließlich nationalphilologischem Gesichtspunkt zugunsten einer prinzipiell grenzüberschreitenden Erforschung von Literatur in ihren übernationalen Kommunikations- und Zirkulationsstrukturen aufgegeben wurde. Wenn auch weiterhin im Fachbereich wichtige wissenschaftliche Beiträge zu den jeweils einzelnen Nationalliteraturen geleistet werden, so ist das Profil der Konstanzer Literaturwissenschaft doch wesentlich geprägt durch gemeinsame interdisziplinäre Arbeit, die immer zugleich durch die Problemstellungen einer allgemeinen Literaturwissenschaft im Sinne einer allgemeinen Literatur- und Kulturtheorie bestimmt wird. Ein weiteres Konstanzer Spezifikum ist der Zusammenschluss der verschiedenen Philologien mit der Kunstwissenschaft und der Medienwissenschaft in einer Organisationseinheit. Hieraus ergeben sich in Forschung und Lehre überaus fruchtbare Möglichkeiten interdiszipliniärer Zusammenarbeit.