Medienlabor der AG Medienwissenschaft

Das Medienlabor bietet Studierenden die Gelegenheit, durch praktische Übungen ein tiefergehendes Verständnis audiovisueller Formate und medientechnischer Zusammenhänge zu erarbeiten sowie Grundkenntnisse und –fertigkeiten in der Herstellung von journalistischen Beiträgen, Lehr- und Informationsfilmen zu erwerben.

Der fachwissenschaftliche Bereich des Medienlabors bietet eine medienpraktische Ergänzung zu fachwissenschaftlichen Seminaren. Dort erarbeitete Fragestellungen zur Genre- und Formattheorie, Medienkunst oder medialen Bedingungen können durch die eigenständige Arbeit mit Kamera, Ton und Licht sowie Filmschnitt und neuen audiovisuellen Formaten (z.B. Webdokumentationen) ausgebaut und vertieft werden.

Der Schlüsselqualifikations-Bereich konzentriert sich auf praktische, audiovisuelle Basiskenntnisse, die in den Berufszweigen Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit vielfach vorausgesetzt werden. Neben grundlegenden Workshops zum Umgang mit der Kameratechnik und Filmschnitt werden anhand realer Bedarfssituationen in kleineren Projekten Lehr- und Informationsfilme sowie Imagefilme rund um die Universität umgesetzt.

Interessierte Studierende können sich im ILIAS zum Medienlabor anmelden, Workshoptermine sowie laufende Projekte werden dort regelmäßig angekündigt.

Interessierte, universitätsinterne Stellen, die gerne ein Projekt mit dem Medienlabor im Bereich Interview oder Lehr-, PR- und Informationsfilme umsetzen möchten, können sich zur weiteren Absprache gern jederzeit unverbindlich an uns wenden. Wir weisen darauf hin, dass mögliche Projekte nur gemäß der verfügbaren Kapazitäten umgesetzt werden können und keine Videoproduktion außerhalb von Lehrprojekten angeboten werden kann.

Ausstattung

Das Equipment des Medienlabors der Universität Konstanz besteht aus einer Vielzahl verschiedener Komponenten. Unsere Beiträge werden mit DSLR-Kameras sowie professionellen Videokameras gedreht. Wir verfügen über vier voll ausgestattete Edit-Suiten, auf denen jeweils die komplette Adobe Master Collection (Premiere, Photoshop, InDesign, Illustrator und AfterEffects) installiert ist.

Das Medienlabor verfügt auch über eine Sprecherkabine, mit der es möglich ist, Beiträge nachträglich zu vertonen bzw. Sprechertexte aufzunehmen.

Unsere Beiträge werden in der Hauptsache mit DSLR-Kameras von Canon gedreht. Zusätzlich verfügen wir noch über zwei professionelle Videokameras von Panasonic und Sony. Die Tonaufnahme erfolgt mit Audiorecordern der Firmen Tascam und Zoom. Das Medienlabor verfügt zusätzlich noch über diverse Mikrofone von Sennheiser.

Auch wenn unsere Produktion heute bandlos erfolgt, so ergibt sich immer wieder die Notwendigkeit, aus Bandmaterial zurückgreifen zu müssen. Um dieses Material verarbeiten zu können, verfügt das Medienlabor über Abspielgeräte der gängigsten professionellen Bandformate (BetacamSP, DVCAM, S-VHS, DVCPro 50, Digital Betacam), die über eine Kreuzschiene mit den Edit-Suiten verbunden sind.

An Zubehör, ohne das kein Dreh auskommt, haben wir unter anderem etlich Stative von Manfrotto, zwei Dollys, zwei Lichtkoffer (3 x 800 Watt Reportagelicht sowie LED Daylight) und drei Tonangeln zur Verfügung.

Informations- und PR-Formate

Webdokumentation zum 50jährigen Jubiläum der Universität

Zum Jubiläum der Universität hat die AG Medienwissenschaft in einer Kooperation mit der AG Mensch-Computer-Interaktion von Prof. Dr. Harald Reiterer zum 50jährigen Jubiläum der Universität Konstanz eine Webdokumentation über die Universität gestaltet. Die Jubiläums-Webdokumentation wurde von Studierenden konzipiert, die das Video- und Audiomaterial produziert und in einer graphischen Programmierumgebung zusammengestellt (AG Medienwissenschaft), graphische Designelemente entwickelt (Kommunikationsdesign FH Konstanz) sowie die technischen Aspekte der Programmierung erarbeitet haben (AG Mensch-Computer Interaktion). Die BesucherInnen der Webdokumentation können darin eine Reihe von kurzen Beiträgen zur Lebenswelt Universität im Zusammenhang „Ein Tag an der Uni“ auf verschiedenen Touren abrufen und anschauen. Die Uni wird so neben ihrer institutionellen Funktionen auch als Arbeitswelt und Lebensraum erfahrbar, der höchst unterschiedliche Facetten hat und so erstmals online gezeigt werden konnte.

Literatur – Kunst – Medien: Eine Webdokumentation von LKM-Studierenden für LKM-Interessierte

Der „LKM-Support“, der den Austausch von Studieninteressierten, Studierenden, Alumni und Lehrenden von LKM durch Online-Angebote, informelle Veranstaltungen und Aktionstage organisiert, hat zusammen mit dem Medienlabor in Kooperation mit dem KOS-Projekt und LKM-Studierenden und -Lehrenden eine Webdokumentation zum LKM-Studium entwickelt. Das Beratungsangebot für Studierende gibt neben einem schriftlichen Online-Selbsttest zu den Inhalten des Studiums auch einen multimedialen Einblick in die Inhalte, Perspektiven Studierender und Lehrender auf das Fach sowie der Universität Konstanz als Studienort. Interaktive Videos verbinden dabei Interviews mit weitergehenden Informationen, Links zu Informationsangeboten und studentischen Projekten.

Lehrfilme für das Blended Learning Seminar „Film in Film: Reflective Cinema“

Zur Erhöhung des englischsprachigen Kursangebots wurde in der Medienwissenschaft der Universität Konstanz das Lehrkonzept „Konstanz Augmented Classroom“ entwickelt, um Seminar-Kooperationen mit englischsprachigen Universitäten auszubauen. Das Blended-Learning Konzept ermöglicht einerseits, die Schwierigkeiten internationaler Kooperationen durch räumliche Abwesenheit, Verschiebungen in den Vorlesungszeiten und unterschiedliche Studienprogramme und Voraussetzungen der Studierenden zu überbrücken und reagiert andererseits auf die Herausforderungen elektronischen Lernens, wie MOOCs, an herkömmliche, institutionelle Lehrformen. Eine erste Kooperation besteht bereits mit der Filmwissenschaft der Universität Essex.
Um eine hohe Attraktivität und gute Zugänglichkeit des Selbstlernmaterials zu gewährleisten, wurden Studierende in die Konzeption und Produktion Lehrvideos eingebunden. Dabei wurde auf ein zeitgemäßes Videoformat geachtet, das sich an aktuellen und beliebten Erklärvideos auf YouTube orientiert, dabei jedoch präzise fachwissenschaftliche Termini verwendet und direkt auf das Seminarthema zugeschnitten ist.

Ausstellungen

Kooperation mit dem Zeppelinmuseum zur Sonderausstellung "Kult" im Sommer 2017

Die AG Medienwissenschaft der Universität Konstanz kooperiert mit dem Zeppelin Museum Friedrichshafen im Rahmen des Sonderausstellungsprojekts „Kult“ (2. Juni – 15. Oktober 2017).

Im Seminar zum Projekt wird untersucht, wie das Phänomen „Zeppelin“ durch unterschiedliche audiovisuelle Medien aufbereitet wird. Der Schwerpunkt liegt auf Verschränkungen von konstruktions- und technikgeschichtlichen Aspekten des Zeppelins mit seinen filmischen Inszenierungen als Handlungsträger und Sozialraum. Die Materialbasis bilden Dokumentarfilme, Spielfilme, journalistische Beiträge bis hin zu aktuellen Computerspielen und Internetproduktionen seit Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Ergebnisse der Recherchen und des Praxisseminars werden in einer interaktiven Webdokumentation präsentiert. Abgeschlossen wird das Projekt im Sommersemester 2017. Ab 2. Juni 2017 wird die Webdoku in der Ausstellung im Zeppelin Museum präsentiert.

 Ausstellung „Zumutungen des Hörens“ in Kooperation mit dem Zeppelinmuseum 

Im Rahmen des fachwissenschaftlichen Seminars "Zumutungen des Hörens" von Prof. Dr. Beate Ochsner, Dr. Markus Spöhrer und Robert Stock zu Forschungsinhalten des Teilprojekts 2 „Recht auf Mitsprache: Das Cochlea-Implantat und die Zumutungen des Hörens“ der DFG-Forschergruppe „Mediale Teilhabe. Partizipation zwischen Anspruch und Inanspruchnahme“ erarbeiteten Studierende im Medienlabor multimediale Ausstellungsinhalte für die Gestaltung des "Zepplabs" im Zeppelinmuseum Friedrichshafen.

 

Medienkunstausstellungen im Neuwerk

Ausstellungsprojekt "Appdate" in Kooperation mit dem Neuwerk Konstanz, 19-26. Januar 2017

Die Ausstellung „Appdate“ im Neuwerk wurde im Rahmen eines Seminars im Studiengang Literatur-Kunst-Medien der Universität Konstanz organisiert und steht im Zusammenhang mit der DFG-Forschergruppe „Mediale Teilhabe. Partizipation zwischen Anspruch und Inanspruchnahme“.

In künstlerischen Programmierungen, Installationen und Videos werden Apps auf ihre Ästhetik, ihre technischen und gesellschaftlichen Bezüge hin beobachtbar gemacht und hinterfragt. Die Arbeiten verhandeln den allgegenwärtigen Gebrauch von digitalen Technologien und die Bedingungen der Partizipation, die ihnen eingeschrieben sind: Auf der einen Seite ermöglichen die Kunstprojekte innovative Nutzungsweisen und spielen so mit technologischen (Fortschritts-)Versprechen. Auf der anderen Seite hinterfragen sie alltäglich Kommunikationsmuster, indem sie experimentell alternative oder widerständige Nutzungsmöglichkeiten ausreizen. Neben künstlerischen Arbeiten verfolgen auch medienpraktische Projekte von Studierenden, die ebenfalls in der Ausstellung gezeigt werden, auf diese Weise eine kritische Auseinandersetzung mit Apps.

Ausstellungsprojekt „Another # in the wall“ unter der Leitung des Künstlers Boris Petrovsky und Samantha Schramm in Kooperation mit dem Neuwerk Konstanz, 5. - 7. Februar 2015.

Die Ausstellung „another # in the wall“ zeigte sieben von Studierenden des Studiengangs Literatur-Kunst-Medien konzipierte Installationen, darunter Objekte, Video- und Audioarbeiten, in denen Verfahren der Entgrenzung aus verschiedenen Blickwinkeln thematisiert werden. Der Titel „another # in the wall“ verweist auf Wiederholung und Variation, Prozessieren und Ersetzen von Information. Die gezeigten Projekte thematisieren, wie Prozessualität im Ausstellungsraum vermittelt wird. Zu sehen waren im Neuwerk Konstanz für drei Tage Installationen, die das Verhältnis von Bild und Raum reflektieren, ästhetische Grenzen markieren, erweitern, transformieren oder revidieren und zugleich Formen der Aneignung von Praktiken des Social Networking im Ausstellungsraum verhandeln. Artikel im Südkurier.

Ausstellungsprojekt "Rausch.en" von Studierenden und dem Medienlabor unter Leitung von Isabell Otto in Kooperation mit dem Neuwerk Konstanz am 14. Februars 2013

Die Ausstellung im Großen Saal im Neuwerk öffnete um 17 Uhr. Präsentiert wurden dreizehn verschiedene Kunstprojekte, die sich mit dem Thema Medien und Flüchtigkeit auseinandersetzen und in Form von Theater, Film, Fotografie, Radio, Installationen und interaktiven Projekten Kunst zelebrieren oder in Frage stellen. Herr Professor Ulrich Rüdiger, Rektor der Universität Konstanz, eröffnete die Veranstaltung offiziell mit einem Grußwort, es folgte eine kurze Einführung durch die Seminarleiterin und eine anschließende Party mit einer Lichtinstallation und der Elektro-Band MO.ODY und dem DJ-Duo Tanssimmeko.